Podium zum Thema "Braucht Horgen ein Parlament?"

Auf Einladung der CVP diskutierten am 19. September Theo Leuthold (Gemeindepräsident Horgen), Philipp Kutter (Stadtpräsident Wädenswil), Daniel Kübler (Prof. für Politikwissenschaften) und Alfred Fritschi (IG Gemeindeparlament Horgen) vor rund 70 Publikumsteilnehmenden.  Alfred Fritschi bejahte klar die Frage nach dem Parlament: „Wenn 97% der Stimmberechtigten an der  Gemeindeversammlung nicht teilnehmen,  wenn echte Mitsprache und Kontrolle der Behörden kaum mehr funktionieren, ist es Zeit für Veränderung der Lokaldemokratie“.  Theo Leuthold verteidigte die traditionelle Gemeindeversammlung trotz geringer Beteiligung als eine „seit Jahrzehnten bewährte“ und im Dorf Horgen gut verankerte Form. Demgegenüber war die Argumentation aus der Sicht der Wissenschaft eindeutig: In Gemeinden von der Grösse Horgens könne nur noch ein Parlament eine sachlich fundierte und repräsentative Lokaldemokratie gewährleisten. Ein Parlament fordere „Dorfkönige“ anders heraus eine Gemeindeversammlung. Philipp Kutter konnte zu diversen Aspekten den gut funktionierenden Parlamentsbetrieb in Wädenswil erklären. Er zeigte auch auf, wie das direkte Gespräch zwischen der Bevölkerung und Behörden sehr wohl weiter gesucht und gepflegt wird.

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